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Vagoweiher Putzäte 2011

Marcello Bischofberger 26.03.2011

Der Kanton Thurgau zeigte sich am Samstag, 26. März von der besten Seite! Der Himmel war am Morgen bereits blau und die Sonne lachte fröhlich runter an diesem wunderschönen Frühlingsmorgen. Nur die Bise störte etwas diese idyllische Atmosphäre. Doch das Thermometer stand bereits auf 12 Grad, als wir an um 10.00 Uhr am Vagoweiher eintrafen. Einmal mehr stand der Frühlingsputz des Weihers samt Umgebung auf dem Programm. Ich war überrascht, dass schon viele Vagoweiher-Member mit Kind und Kegel sich an der hinteren Feuerstelle eintrafen.. Auch die Gruppe des Sub Team 76 konnte sich mit seinen 15 Vertretern sehen lassen.

Martin hiess uns als Vagoweiher-Cluppräsident zu diesem alljährlichen Anlass ganz herzlich willkommen und freute sich ebenfalls, dass so viele Mitglieder seines Clubs wie auch des Tauchclub hierher gekommen waren. Er gab uns allen kurz Anweisungen, was im Uferbereich und im Wasser erledigt werden müsse. Nach dieser Begrüssung verteilte unser Umwelt-Kommissär Douglas allen Taucher grosse IKEA-Taschen zum Einsammeln des Abfalls.

So machten wir uns also auf den Weg Richtung Unterwasser. Michael, die Gebrüder Franiza’s, Christoph, Douglas, Gabriela und ich machten uns bereit für das bevorstehende Abtauchen. Gisela, Thomas, Guido, Markus, Jörg, Daniela und Thomas blieben im Trockenen und organisierten sich mit Rechen und Abfallkübel.

Eigentlich fehlt ja doch noch einer, dachte ich mir, als ich mich so in meine Tauchklamotten stürzte! Kommt eigentlich Ueli nicht?! Nach diesen Gedankengängen vergingen keine fünf Minuten und dann fuhr ein schwarzer Daimler vor – herzlich willkommen lieber Ueli! Wie immer entstieg Sir Gantenbein „geschalt“ aus seiner Limousine und begrüsse alle Anwesenden herzlich. Zeigte sich dabei auch Hilfsbereit, zog an einigen Reissverschlüssen und gab sonst gute Ratschläge. Also nun liebe Freunde konnte es losgehen – nun waren wir wirklich komplett!!! (Anmerkung der Redaktion: mir persönlich wäre Marianna eigentlich eher lieber gewesen als Ueli!?!).

So stiegen wir einer nach dem anderen in das doch immer noch kühle Nass mit 10 Grad Wassertemperatur ein. Hierbei muss gesagt werden, dass unser Tauchclub durch Gabriela als einzige Taucherin bestens vertreten war und das noch im Nassanzug – Hut ab!

Kaum war ich abgetaucht, fand ich bereits einen Golfball. Einige Meter weiter ein langes Kunststoff-Rohr. So tauchte ich mit meiner Beute gleich wieder auf und Ueli gab den anwesenden Kindern gleich Anweisungen! Sehr ausgiebig war die Ausbeute von Gabriela und mir nicht – Plastikbecher, einen Hunde-Spielzeugball an einer Leine, jedoch ohne Hund, eine Plastikflasche und später noch weitere Golfbälle.

Der Tauchgang über die vielfältige Unterwasser-Pflanzenlandschaft war wie immer sehr schön und vielfältig. Die Sicht mit der Sonneneinwirkung war erstaunlich gut. Zwischendurch kreuzte dann immer wieder mal ein Hecht unseren Weg. Für Gabriela und mich ein sehr angenehmer und entspannte Start in das Wochenende! So kreuzten wir im östlichen Teil des Weihers hin und her bis wir dann nach 45 Minuten wieder Richtung Ausstieg los tauchten. Denn ich war in meinem wohlig warmen Trockenanzug bestens geschützt, doch für Gabriela wurde es dann so langsam unangenehm frisch.

Glücklich und zufrieden kletterten wir wieder aus dem Wasser. Ich persönlich hatte es „bächliwarm“, doch Gabriela Finger- und Zehenspitzen waren etwas unempfindlich geworden. Gentleman wie ich war, packte ich meiner tiefgefrorenen Ehefrau hilfsbereit das ganze Tauchgerümpel zusammen. In der Zwischenzeit verliessen auch unsere anderen Tauchfreaks das Wasser. Douglas und Michael erzählten ihre tolle Story über das Heben eines alten Ölfasses und eines Schachtdeckels. Alle machten einen hochzufriedenen Ein-druck über diese frühmorgendliche und sportliche Aktivität.

In der Zwischenzeit wurde der Grill aktiviert sowie das Buffet eröffnet. Martin brätelte bereits eine Riesenmenge an Cervelats und Bratwürsten über dem Feuer.. Dazu gab es knusprige Bürlis. Auch der flüssige Anteil konnte sich sehen lassen. Es war alles vorhanden von diversen Softdrinks, über Saft bis hin zu Rot- und Weisswein. Auch der heisse Kaffee stand dampfend bereit neben dem Kuchenbuffet. Meine „biersüchtigen“ Kollegen vermissten nur das Hopfenprodukt aus der Flasche!

Dieser alljährliche Anlass der Vagoweiher-Putzäta ist nicht nur ein wichtiger Teil für den Unterhalt des ganzen Ufer- und Weiherunterhaltes, sondern es ist ein alljährliches, unvergessliches Treffen zwischen den Vagoweiher-Membern, Fischern und Tauchern. So mischten sich die diversen Gruppen sehr schnell gesellig am Tisch oder ums Feuer und man lernte sich in dieser ungezwungenen Atmosphäre.

Es war einmal mehr ein sehr gemütlicher und aufgestellter Anlass an einem sonnigen Tag! Somit möchte ich mich an dieser Stelle bei unserem Umweltkommissär Douglas ganz herzlich bedanken für das Management sowie allen Clubmitgliedern für den engagierten Einsatz bei uns im Kanton Thurgau!